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Helau in Oberwesel un‘ Obacht gän, bei Goubloch isse nochemo so scheen

Helau in Oberwesel un‘ Obacht gän, bei Goubloch isse nochemo so scheen.

Ein Versprechen, dass die KG Goubloch unbedingt einzuhalten gewillt war, wie Sitzungspräsident Stephan Doorn gleich nach der Eröffnung den zahlreich erschienen Närinnen und Narrhallesen mitteilte.

Natürlich durfte das amtierende Oberweseler Prinzenpaar der KG Goubloch Volker I. Ritter von Meilenstein, Prinz von Wesel, Salzig und Mittelrhein und ihre Lieblichkeit Anke II. – Edle von der Niederbach, Prinzessin von Wien, Wesel und Biewerum auf der Goubloch Bühne nicht fehlen und wurde sofort nach dem Einzug des Elferrates vom närrischen Publikum gebührend empfangen.

Fast 20 Prinzen aus den letzten 40 Jahren hatten sich zusammengefunden, um als stimmgewaltiger Männerchor die Narren zu begeistern. Eine Uraufführung die unter der Leitung von Heinz Vogel, hoffentlich im nächsten Jahr eine Fortsetzung erfährt.

Ein wahrhaftes Feuerwerk an Schnelligkeit und Präzision bot die KG Goubloch Prinzengarde mit ihrem diesjährigen Gardetanz.

Einen sehr erfahren Protokoller hat die KG Goubloch in Theo Castor jun. Schon viele Jahre bereitet er einen Jahresrückblick der besonderen Art, in dem kritisch, jedoch immer mit einem Augenzwinkern versehen, auf die Geschehnisse der letzen zwölf Monate eingegangen wird. Auch dieses Jahr wurde der Lokalpolitikprominenz mal wieder der Spiegel vorgehalten und darin war nicht nur positives zu erkennen.

Zum “who is who“ der Oberwesel Fassenacht gehört mit Sicherheit Joachim Lamby als Vogelscheuche. Schon seit nunmehr 25 Jahren auf der Goubloch Bühne wusste er das gut gelaunte Publikum mit seinem Mix aus Liedern und Witzen mitzureißen.

Goublochs Glitter Girls, die Nachwuchstanzgruppe der Karnevalsgesellschaft, entführte die Narrenschar diese Jahr ins Musical Starlight Express. Die 21 jungen Damen im Alter zwischen 7 und 17 Jahren boten in den passenden Kostümen eine perfekte Performance die zu Recht mit einer Rakete belohnt wurde.

Bisher vergeblich beworben hatten sich zwei “Möchtegernkirchenchorsänger“. Warum die Aufnahme bisher verweigert wurde ist den beiden schleierhaft. Mit Gesangseinlagen, die zwar einen Daniel K. künstlerisch bei Weitem übertreffen aber für einen Chor eben doch nicht reichen, trieb dieses Zwiegespräch so manchem die Tränen in die Augen. Am Ende des glänzenden Vortrags von Björn Castor und Rolf Braun war für jeden nachvollziehbar: das mit dem Kirchenchor wird auf absehbare Zeit wohl nichts werden.

Im Anschluss an die wohlverdiente Pause mussten verschiedene Personen ihre Aufnahmeprüfung für die verbleibenden Plätze im neu errichteten Altenheim in Oberwesel ablegen. Oberweseler Urgesteine, Schiffsleute, Bewohner des Hunsrücks und Adlige kamen bei den Lästermeilern an die Reihe. Sicherlich ein Höhepunkt in dem von Gunter Kahl verfassten Stück: Marcel Beckel als die im letzten Jahr wieder in Oberwesel aufgestellte Germania auf ihrem Weg ins Altenheim.

Wenn der Vater mit der Tochter. Elena und Vater Joachim Lamby wussten beide von ihren letztjährigen Urlaubserlebnissen zu berichten. Der Wanderurlaub von Mama und Papa begeisterte die Tochter nun  wirklich nicht, weshalb es sie nach Mallorca zog. Wie sich die jeweiligen Geschehnisse in einen amüsanten Sangeswettstreit packen lassen, erlebte das Oberweseler sodann. Der Sieger, gemessen an der hervorgerufenen Begeisterung, ist wohl eher bei der Tochter zu finden. Eine Niederlage, die Papa Joachim wohl nur schwer verkraftete.

Eine echte Sportskanone konnte dann auf den Goublochbrettern bewundert werden. Dirk Rüdesheim berichtete über seine schweren Tage, die er im Rahmen der letzten Diät hinter sich brachte. Einfach grandios was diese mittlerweile feste Größe der KG Goubloch auf dem Trampolin darbot.

Das Männerballett entführte dann das Narrenvolk in die Zeit vor etwa 30 Jahren, als Musikgruppen wie zum Beispiel Sweet oder auch Suzi Quattro, Baccara, Boney M. und nicht zuletzt King Elvis den Ton angaben.

Ein wahrer Kostümreigen den die neun gestandenen Mannsbilder unter der Leitung von Rebecca Dietrich da auf die Bühne zauberten. Da gab es schon einige im Saal, die wehmütig an “die gute alte Zeit“ zurückdachten.

Doch lange Zeit blieb dafür nicht die Zeitreise war noch nicht zu  Ende. Ins Paris zu  Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Närrinnen und Narrhallesen geführt. Ein Hauch von Verruchtheit und Erotik verbreitete sich, als die KG Goubloch Prinzengarde Moulin Rouge präsentierte. Julia Lieber hat mit den zwölf liebreizenden  Damen ganze Arbeit geleistet und ein herrliches Schauspiel auf die Bühne gezaubert.

Als nach etwa fünf Stunden vollgepacktem Programm Stephan Doorn die rundherum sehr gelungene Sitzung schloss, wurden noch einmal alle Aktiven des Abends auf die Bühne gebeten, um zusammen mit den „Prinzen“ das Schlußlied der Goublöcher zu singen. Die  Narren feierten noch sehr ausgiebig in der wunderbar geschmückten Narrhalla, die noch bis in den frühen Morgen als Tanzfläche zur Musik von der Gruppe “Sugar Beat“ genutzt wurde.