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Auf Goublochs Achterbahn ging es rund

Oberwesel – „Wir rasen mit nem Affenzahn auf Goublochs Narrenachterbahn“. So lautete das diesjährige Motto des Oberweseler Traditionsvereins Karnevalsgesellschaft „Goubloch“ 1897 e.V.. Die Goublöcher lassen schon seit 119 Jahren in Oberwesel die Schwarte krachen und ließen sich auch in diesem Jahr nicht lumpen. Bei der großen Prunksitzung am Samstag, dem 24. Januar 2016 ging es wieder rasant zu Sache. Karneval in rheinischer Reinkultur boten hierbei viele große und kleine Akteure auf der Bühne der ausverkauften Stadthalle zu Oberwesel.

Standesgemäß eröffnete das Oberweseler Prinzenpaar der laufenden Kampagne 2015/2016 die Sitzung der Goublöcher. Heinz der I. – Erbprinz aus dem Hause Vogel zu Kirwelhausen und seine Lieblichkeit Lee die I. – Prinzessin aus Korea und edle Blume von Seoul reimten sich mit viel Charme und Witz in die Herzen der Närrinnen und Narrhalesen im Saal. Heinz und Lee Vogel bewiesen eindrucksvoll, dass die Stadt und ihre Narren während der Karnevalstage in den besten Händen sein werden.

Direkt zu Beginn zauberten die Goublöcher ihr erstes „Ass“ aus Ärmel auf die Bühnenbretter der Narhalla. Die Prinzengarde ist das Aushängeschild des Vereins und auch dieses Jahr überzeugten die jungen Damen auf ganzer Linie. Jaqueline Neumann, Karoline Scherb, Anna Hoffmann, Catharina Lambrich, Antonia Schmidt, Selena Persch, Anastasia Merenkov, Lea Hoffmann, Michelle Dum, Anna Persch und Nadine Muders wurden trainiert von Laura Heckmann und Desirée Guerriero. Zusammen zeigten sie einen Gardetanz der die Narren von den Stühlen holte.

Was gibt es denn so Neues in der Qualitätsstadt Oberwesel? Was ist so passiert im letzten Jahr? Eine Antwort auf diese Fragen und noch eine tolle Stimmung dazu, lieferte das musikalische Protokoll von Komiteemitglied Joachim Lamby. Der jüngst mit der Ehrennadel des Vereins ausgezeichnete Musiker schlug kräftig in die Saiten seiner Gitarre und wertete so manchen alten Gassenhauer mit ausgeklügelten Texten rund um das aktuelle Geschehen auf.

„Alle guten Dinge sind drei“, dachte sich auch Katharina Mallmann und sorgte nun schon das dritten Jahr in Folge als Funkenmariechen für mächtig Furore im Saal. Zwar gehörte sie zweifelsfrei zu den jüngsten Protagonisten des Abends, doch anzumerken war ihr das nicht! Gekonnt und fehlerfrei wirbelte sie über die Bühne der Goublöcher. Dieser Erfolg ist sicherlich nicht zuletzt den beiden Trainerinnen Jenny Scherer und Michelle Tappertzhofen zu verdanken.

Mit großem „Helau“ begrüßten Narren und Komitee im Anschluss das Kinderprinzenpaar der Stadt. Prinz Jonas der II. – Ritter mit dem treffsicheren Fuß von Vosolvia zu Martinsberg und Prinzessin Helena die I. – Herzogin von Amazonas und der Weinfestung Stahl hoch über dem Rhein sprachen nun zu ihrem närrischen Volk. Prinz Jonas Haberkamp und Prinzessin Helena Stahl wurden bei Ihrem Auftritt von den Gardemädchen Julia Speicher und Karoline Stahl begleitet. Für ihre Ansprache ernteten die jungen Regenten reichlich Beifall von ihren Untertanen.

Kein Rummel auf der ganzen Welt ist komplett, ohne eine waschechte Wahrsagerin. Komiteeler Gunter Kahl blickte für die Närrinnen und Narrhalesen tief in seine Kristallkugel und zauberte mit so mancher gewagter Zukunftsvision eine Lachsalve nach der andren ins Publikum.

Die „Glittergirls“ sind die Nachwuchstruppe der Goublöcher wenn es ums Tanzen geht. Elf junge Piratinnen und ein junger Pirat haben fleißig geübt und das Ergebnis konnte sich wahrlich sehen lassen. Sara Poss, Emely Castor, Anne Castor, Emelie Vogt, Jasmin Grimm, Jule Albrecht, Hannah Albrecht, Lara Schnauber, Antonia Joras, Frida Schönel, Jan Strohbach, Antascha Wenninger ließen es zu fetziger Musik richtig krachen. Die Trainerinnen Carmen Lief und Nicole Manterfeld konnten zu Recht stolz auf die Truppe sein.

Beim Bühnenbau geht es in Goublochs Narrhalla jedes Jahr drunter und drüber. Was da genau vor sich geht weiß keiner besser als ein besonders komischer Vogel. Denn wenn es in der Stadthalle um die (Fleisch-) Wurst geht, hat er vom Dach gegenüber alles genau im Blick. Komiteeler Marcel Beckel erklärte dem Publikum in vorzüglicher Reimform was die Goublöcher die ganze Woche lang treiben.

Den furiosen Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte dann ein junger Mann, der an diesem Abend bei den Goublöchern sein Bühnendebüt feierte. Marian Silbernagel brachte mit einem Refrain-Hit-Mix der Spitzenklasse den Saal zum Toben. Gesanglich und am E-Piano zeigte er den alteingesessenen Närrinnen und Narrhalesen was Sache ist. Unterstützt wurde Marian dabei von Komiteeler Joachim Lamby an der Gitarre.

Nach 2x11 Minuten Pause ging es weiter im Programm und wieder wurde kräftig am Stimmungsbarometer gedreht. Die Prinzen gehören bei den Goublöchern schon zum Inventar und sangen sich auch in diesem Jahr wieder in die Herzen des Publikums. Marcel Beckel, Joachim Lamby, Thomas Dietrich, Jupp Castor, Florian Lambrich, Simon Mallmann, Wolfgang Dietrich, Björn Castor, Joachim Bappert, Peter Schmitz, Georg Lunkenheimer, Ingo Glöckner, Hubert Silbernagel, Bozo Nuzdic und Walter Hoffmann zeigten am Mikrofon, wie echte Prinzen singen. Urnarr Theo Castor traf auch dieses Jahr mit der Auswahl der Lieder und Texte genau ins Schwarze. Musikalisch wird die Truppe von Heinz Vogel geleitet.

Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht. Wie es einem ergehen kann, wenn man sich dann doch mal in neue kulinarische Gefilde bewegt, zeigte Marion Bungert in der Bütt. Reim für Reim servierte sie den Narren im Saal einen Kalauer nach dem anderen.

Eine große Freude bereitete den Goublöchern und dem Publikum der Besuch des Dellhofener Prinzenpaares. Prinz Matthias der I. – aus dem Hause Vorstehers Lambrich zu Goswin, Herrscher über Kripp, Altes Dorf und Kochgescherr und seine schwesterliche Lieblichkeit Prinzessin Christiane die I. -  derer von Lambrich zu Goswin aus edlem Fassenachtsgeschlecht, Fürstin der edlen Rieslingrebe waren zu Gast. Von großem Beifall begleitet wurde die Thronrede der Dellwer. Die Goublochschar gratulierte den Dellwer Dickkäpp zum 6x11. Jubiläum mit Orden, Sekt und Blumen.

Nun kam ein Puppenspieler auf die Bühne der eine ganz besondere Puppe im Gepäck hatte. Mit ihrem herrlich komischen Vortrag zeigten der Stellvertretende Sitzungspräsident Joachim Bappert und Urnarr Rolf Braun, dass die Bühne ihre zweite Heimat ist. Bei den Gags der Fassenacht-Routiniers blieb kein Auge trocken.

Auf der dunklen Seite der Macht stand an diesem Abend Komiteeler Ingo Glöckner. Als „Darth Port“ berichtete er aus der Bütt was in der Qualitätsstadt Oberwesel so alles drunter und drüber geht. Dabei hielt er auch mit kritischen Tönen nicht hinterm Berg.

Viele Köche verderben den Brei heißt es. Vielleicht ist daran auch etwas Wahres. Denn die Männer die nun an der Reihe waren können garantiert besser Tanzen als Kochen. Das KG Goubloch Männerballett holte schon ab dem ersten Ton der Musik die Gäste der Sitzung von ihren Stühlen. Karl-Heinz Bertram, Rolf Braun, Thomas D’Avis, Thomas Dietrich, Wolfgang Dietrich, Kai Grimm, Gunter Kahl, Uwe Kahl, Florian Lambrich, Torsten Moog und Rudolf Silbernagel schwangen nicht nur den Kochlöffel sondern auch ihre Hachsen. Tänzerich angeleitet wurde die Truppe von Eva Kahl und Anja Steffen.

Da auch der schönste Abend leider irgendwann ein Ende finden muss, stand nun schon der letzte Programmpunkt einer kurzweiligen Sitzung auf dem Plan. Mit dem diesjährigen Showtanz hatte sich die KG Goubloch Prinzengarde abermals selbst übertroffen. Die 19 bezaubernden Tänzerinnen rissen das Publikum förmlich von den Stühlen auf die Tische. Anastasia Merenkov, Julia Jayme, Antonia Schmidt, Anna Persch, Lea Hoffmann, Nadine Muders, Pia Bappert, Lisa Pawelski, Lisa Kahl, Laura Heckmann, Michelle Dum, Karoline Scherb, Anna Hoffmann, Eva Kahl, Selena Persch und Elina Weiss tanzten was das Zeug hielt. Einstudiert wurde der farbenfrohe Showtanz der Prinzengarde von Jaqueline Neumann, Desirée Guerriero und Catharina Lambrich.

Vor dem großen Finale der Sitzung galt es nun noch alles Helfern und Gönnern des Vereins zu danken, ohne die eine solch tolle Sitzung schlichtweg nicht möglich gewesen wäre. Auch das tolle Publikum erhielt an dieser Stelle großes Lob. Ein toller Abend der nun noch lange kein Ende gefunden hatte. Die Närrinnen und Narrhalesen feierten noch weiter bis in die frühen Morgenstunden.

Wenn Sie nun Lust bekommen haben die KG Goubloch wieder in Höchstform zu erleben, dann haben Sie natürlich die Chance dazu. Am Sonntag, dem 7. Februar 2016 lädt der Verein zur „KAA Sitzung“ in die Stadthalle Oberwesel ein. Karten erhalten Sie direkt an der Abendkasse. Beginn der Sitzung ist um 19:11 Uhr. Natürlich veranstalten die Goublöcher auch dieses Jahr wieder den traditionellen Rosenmontagsumzug in Oberwesel. Am 8. Februar 2015 startet der Zug durch die Straßen der Stadt um 14:11 Uhr. Im Anschluss daran geht es dann wieder in die Stadthalle. Auf der großen „After-Zuch-Party“ wird noch einmal alles gegeben und ausgiebig Karneval gefeiert.

Es grüßt im Namen der gesamten Goublochschar mit einem dreifach donnernden Helau - Florian Linkenbach Sitzungspräsident der Karnevalsgesellschaft „Goubloch“ 1897 Oberwesel e.V.