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Schaurig schön in Goublochs Schloss wird 2006 die Fassenacht begoss’

Oberwesel – Närrisch-Geisterhaft präsentierte sich die Karneval-Gesellschaft Goubloch bei ihrer ersten Sitzung einem begeisterten Publikum. Das Motto: Schaurig schön in Goublochs Schloss wird 2006 die Fassenacht begoss’. ließ keine Wünsche offen.

Eine Premiere gleich zu Beginn – auf einer Leinwand wurde den überraschten Närrinnen und Narhallesen die „Erschaffung“ des Weseler Prinzenpaares 2006 vorgeführt. Goubloch-Zauberer Merlin (Rolf Braun) hatte mit seinem Zauber so seine Schwierigkeiten, aber es gelang ihm schließlich hervorragend die Tollitäten wie auch Präsident Stephan Doorn, als Graf Dracula, leibhaftig in den Saal zu zaubern. Einmal eine ganz andere Eröffnung - glänzend inszeniert.

In das ungeheuer realistisch eingerichtete „Geisterschloss“ hielt der Elferrat in toller Kostümierung seinen Einzug. Der „Leibhaftige“ persönlich, blutrünstige Vampire, Untote, Zauberer Merlin II, der Abt und Geister aus allen Epochen nahmen am Tische Graf Draculas Platz.

Bezaubernd war natürlich auch der Auftritt des verzauberten Prinzenpaares. Prinz Ralph II. von Nieder- und Mittelrhein – Fürst über Ziegenpeter und St.Gallenstein und ihre Lieblichkeit Jutta I. von Jappsen und Dörrenstein – Prinzessin von Friesland, Mosel und Rhein verliehen Goublochs Geisterschloss mit ihrer Anwesenheit und der passenden Thronrede einen wahrhaft adligen Rahmen.

Für die passende Stimmung sorgten dann gleich zu Beginn Die Prinzen. 16 frührere Oberweseler Tollitäten brachten mit ihren Karnevals-Liedern beste Stimmung ins Schloss. ‚Standing Ovations’ war ihnen genau so sicher wie der Prinzengarde bei ihrem anschließenden Gardetanz. Julia Lieber, Eva Kramb und ihre hübschen Girls tanzten sich mit einer nahezu perfekten Vorstellung in die Herzen aller Zuschauer.

In der vom Protokoller Theo Castor jun. seit Jahren gewohnten und schon oft gefürchteten Form wurde Oberweseler Politik aufs Korn genommen. Selbst Einblicke in den Geldbeutel der Bürgermeister blieben da nicht aus.

„Tante Gerda“ (Daniela Grimm) eine erfolgreiche Vampirin wollte dann ihrem Neffen und „Jungvampir Herbert“ eine Lehrstunde erteilen. Mangels geeigneter Opfer in Oberwesel verlief diese zwar vollkommen unblutig aber sehr amüsant und unterhaltsam für die Besucher im Schloss.

In Goublochs Geisterstunde passte nun hervorragend der Tanz der „Glittergirls“. 18 junge Mädchen tanzten und schlängelten sich zur Melodie „Fly on the wings“ über die Bühne. Sie schienen von ihren Trainerinnen: Susanne Hübel und Christiana Kahl wahrhaft Flügel verliehen bekommen zu haben – so perfekt setzen Goublochs Nachwuchs-Tänzerinnen die tolle Musik mit ihrer „Schlange“ um.

In „Erwins Ausverkauf“  kam dann keiner der Kunden und Gäste ungeschoren davon. Besonders der neu installierte „Scanner“ sorgte für beste Unterhaltung. Alexandra Bungert, Uwe Kahl, Wolfgang Dietrich, Florian Linkenbach, Max Kahl, Marcel Beckel sorgten als „Lästermäuler“ wieder einmal für einen glänzenden Abschluss der ersten Halbzeit.

Wie man mit wenigen Worten aber unverkennbaren Gesten und besten Witzen grandiose Unterhaltung bieten kann, zeigten Rolf Braun und Björn Castor auf ihrer Bank am Rhein. Selbst der etwas „anrüchige“ Abgang trieb dem Publikum die Tränen in die Augen.

Seit Jahren ist er ein Erfolgsgarant der Goubloch-Fassenacht - Joachim Lamby Als Singender Schlosskellner riss er auch diesem Ambiente sein Publikum mit. Es unterstütze die Stimmungskanone, wie immer stimmgewaltig und textsicher mit allen „Aaahs“ und „Uuuhs“ und „Ha, ha, ha, ha“.

Dass sich ein richtiger Narr in jedem Metier auskennt, bewies Dirk Rüdesheim diesmal als „Mann für alle Fälle“. Egal ob als Deckoffizier oder als Treiber bei Promi-nentenjagden er hatte stets die Lacher auf seiner Seite.

Wenn fast eine Tonne Lebendgewicht nahezu schwerelos auf der Bühne wirbelt, dann tritt Goublochs Männerballett auf. Als „Sheerleader“ geizten sie diesmal absolut nicht mit ihren männlichen „Pfunden“, und sie lösten ihre Aufgabe perfekt: das Publikum wurde mitgerissen und zu Beifallsstürmen hingerissen. Eine Zugabe war da für Gunter Kahl, Hartmut Kornely, Theo Linkenbach, Rolf Braun, Thomas Dietrich, Wolfgang Dietrich, Rudolf Silbernagel, Kai Grimm, und Stefan Oppermann (Leitung: Rebekka Dietrich) natürlich unumgänglich.

Der Showtanz der Prinzengarde bot dann wieder einmal eine tänzerische Meister-klasse. Zur grandiosen Musik von Carl Orffs „Carmina Burana“ und „Insomnia“ der Gruppe Faithless zauberten die Mädels einen ebensolchen Tanz. Katrin Schneider, Nina Schneider, Elina Weiß, Vanessa Alt, Kerstin D’Avis; Lena Zeuner, Eva Kahl, Carmen Lief, Jenny Dötsch, Annika Breckheimer zeigten zusammen mit ihren Choreographinnen Julia Lieber und Eva Kramb eine absolut fernsehreife Schau. Per-fekt gestylt von Britta Jappsen, Andrea Lief und Trixi Masar war der Showtanz der Prinzengarde einmal mehr der absolute Höhepunkt der Sitzung.

Nach so einem krönenden Abschluss hatte Präsident Stephan Doorn natürlich leichtes Spiel, alle Akteure noch einmal zum Finale auf die Bühne zu bitten. Der Applaus der Mitwirkenden für die begeisterten Schlossbesucher, und die Ovationen des Publikums an Goublochs Aktive zeigten, der Besuch in Goublochs Geister-schloss war auch in diesem Jahr wieder ein absoluter Höhepunkt der Oberweseler Fassenacht. –mc-